Use Cases
Werfen Sie einen Blick auf unsere BHI®-Projekte.*
Business Health Index in der Praxis: Anwendungsfall bei einem Automobil-Zulieferer
Ein etablierter Automobilzulieferer mit etwa 800 Mitarbeitenden an drei Standorten stand vor erheblichen betrieblichen Herausforderungen. Das Unternehmen kämpfte mit steigenden Krankenständen von 8,5 %, einer sinkenden Produktivität mit einem Outputrückgang von 6 % pro Jahr sowie einer hohen Fluktuation im gewerblichen Bereich von über 12 %. Zudem herrschte eine allgemeine Unzufriedenheit mit den bisherigen Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), da deren Nutzen als wenig greifbar empfunden wurde. Erschwerend kam hinzu, dass die bevorstehende ISO 45001-Zertifizierung unter erheblichem Zeitdruck stand.
Motivation für den BHI-Einsatz:
- Die Entscheidung für den Einsatz des Business Health Index (BHI®) basierte auf mehreren Faktoren. Statt einer reinen Fokussierung auf Fehlzeiten sollte eine ganzheitliche Analyse von Gesundheit und Leistung erfolgen.
- Zudem bestand der Wunsch nach managementgerechten Steuerungstools für HR und Führungskräfte.
- Ein besonders wichtiger Aspekt war die Entwicklung eines klaren Business Cases durch die Verbindung von Gesundheitsdaten mit Produktivitäts-und Qualitätskennzahlen.
Vorgehensweise und Prozess
BHI-Erhebung & Analyse
Durchführung der Mitarbeitenden-Befragung, Erhebung von Business-Daten sowie Führungskräfte-Interviews
Identifikation der Handlungsfelder
Ermittlung von Schichtorganisation & Erholungsfähigkeit (PHI), Führungskultur & psychische Belastungen (MHI) sowie standortübergreifende Zusammenarbeit (SHI)
Ableitung & Priorisierung von Maßnahmen
Gemeinsame Entwicklung von Maßnahmen mit HR, Arbeitsschutz, Führung und Betriebsrat
Monatliches Tracking
Kontinuierliche Überwachung der BHI-Subindizes zur Erfolgskontrolle
Zentrale Massnahmen
Schichtflex-System
Einführung angepasster Erholungszeiten bei Produktivitätsspitzen
Innerbetriebliches Netzwerk
Aufbau einer Struktur zur verbesserten Standortvernetzung
Healthy Leadership Compass
Etablierung von Führungskräfte-Dialogformaten zur Reduktion psychischer Belastung
Management-Cockpit
Integration des BHI als Kennzahl in das Führungsinstrumentarium
Ergebnisse nach 12 Monaten
- Die Gesamteinsparung und der Effizienzgewinn beliefen sich auf etwa 7.91 Millionen EUR im ersten Jahr.
- Grundvoraussetzung war die Steigerung der Gesundheit und Zufriedenheit der Belegschaft.
- Der BHI stieg von 55 % auf 63 %, die Leistungsbereitschaftum 15 auf 69 Prozentpunkte.
Learnings
- Der Einsatz des Business Health Index hat dazu beigetragen, gesundheits- und leistungsrelevante Engpässe sichtbar zu machen, die zuvor unentdeckt geblieben waren.
- Durch die Kombination von weichen und harten Faktoren konnte das Management gezielt investieren und einen messbaren Return on Investment erzielen.
- Die Etablierung des BHI als Steuerungsgröße sichert zudem nachhaltige Verbesserungen für die Zukunft.
Business Health Index in der Praxis: Anwendungsfall bei einem Maschinenbau-Unternehmen
Ein traditionsreicher Maschinenbauer mit 1.500 Mitarbeitenden, Hauptsitz in Süddeutschland und 9 internationalen Vertriebsstandorten, stand vor erheblichen Herausforderungen: steigende Fehlerraten in der Fertigung (+18 % Reklamationen), unterschiedliche Führungs-und Gesundheitskulturen zwischen Zentrale und Auslandsstandorten, geringe Attraktivität als Arbeitgeber bei Nachwuchskräften (Fluktuation bei Fachkräften > 15 %) sowie zunehmende Erschöpfungsanzeichen im Vertrieb mit suboptimaler Leistungsbereitschaft.
Motivation für den BHI-Einsatz:
- Integration von Gesundheit & Leistung in die globale Führungsstrategie
- Bedarf an objektivierbaren Vergleichsdaten zwischen den Standorten
- Nutzung des BHI als steuerbare KPI für das internationale Leadership Development Programm
- Gezielte Vorbereitung auf Kunden-Audits mit Fokus auf Nachhaltigkeit & soziale Verantwortung (ESG)
Vorgehensweise und Prozess
Rollout
Globaler Rollout des BHI mit standortspezifischen Subindizes (PHI, MHI, SHI)
Analyse
Kombination quantitativer Analysen mit lokalen Fokusgruppen zur Ursachenanalyse
Massnahmen
Top-Down & Bottom-Up Prozess: Ableitung zentraler Maßnahmen plus standortindividuelle Anpassungen
Optimierung
Verknüpfung des BHI mit bestehenden ESG- & Qualitätskennzahlen
Zentrale Massnahmen
Leadership-Programm
Einführung eines globalen Leadership-Programms „Healthy Performance Management»
Talententwicklungsprogramm
Aufbau mit Fokus auf Gesundheitskompetenz
Fehlerkultur-Framework
Implementierung zur Reduktion von Reklamationen und psychischen Belastungen
Standortübergreifende Vernetzung
Verstärkung durch „Business Health Champions»
Ergebnisse nach 18 Monaten
- Der monetäre Gesamteffekt belief sich auf ca. 3,53 Mio. EUR p.a. an Effizienzgewinn und Qualitätssteigerung.
- Dies wird durch die wirtschaftliche Relevanz des BHI-Programms eindrucksvoll belegt.
Learnings
- Katalysator-Effekt: Der BHI wirkte als Katalysator für einheitliche Führungs-und Gesundheitsstandards über alle Standorte hinweg.
- Lokale Anpassung: Standortspezifische Maßnahmen führten zu schnellen Erfolgen im operativen Geschäft und erhöhter Akzeptanz.
- ESG-Relevanz: Im ESG-Reporting wurde der BHI als Vorzeigeprojekt für soziale Nachhaltigkeit gelistet und stärkte die Unternehmensposition.
Business Health Index als strategisches Steuerungsinstrument in der IT
Ein wachsendes IT-Consulting-Unternehmen mit 500 Mitarbeitenden an zwei Hauptstandorten stand nach starkem Wachstum (+30 % in 2 Jahren) vor erheblichen Herausforderungen: Der Mental Health Index (MHI) zeigte eine auffällig niedrige psychische Belastbarkeit, während die Leistungsfähigkeit im Vertrieb und Consulting stark schwankte. Gleichzeitig lag der Engagement Index bei unter 50 %, was auf eine geringe emotionale Bindung hindeutete.
Motivation für den BHI-Einsatz:
- Die Geschäftsführung wünschte sich eine objektive Lageeinschätzung jenseits traditioneller Kennzahlen wie Fluktuations-und Krankheitsraten.
- Der BHI wurde als strategisches Instrument eingeführt, um Leistungsbereitschaft und Mitarbeiterbindung als Schlüssel zur weiteren Skalierung zu verbessern.
- Gleichzeitig sollte die Implementierung das Unternehmen auf eine Investoren-Due-Diligence vorbereiten, die verstärkt «Human Capital KPIs» einforderte.
Vorgehensweise und Prozess
BHI-Check
Initialer Fokus auf Mental Health & Social Health Index
Qualitative Analysen
Interviews zu Belastungsspitzen im Projektalltag
Steuerungsgröße
Monatliches Reporting an Führungskreis
Playbook
Ableitung konkreter Führungsmaßnahmen
Zentrale Massnahmen
- Die Umsetzung konkreter Maßnahmen wie «Healthy Sprints», ein strukturiertes Mentoring-Programm und die Einführung von definierten «Focus-Zeiten» im Remote-Work-Modell führte nach nur neun Monaten zu messbaren Verbesserungen:
- Der Engagement Index stieg von 48% auf 67%, die Vertriebsproduktivität verbesserte sich um 9 Prozentpunkte, und die durch Präsentismus bedingten Verluste konnten um 430.000 EUR reduziert werden.
- Insgesamt erzielte das Unternehmen einen Effizienzgewinn von circa 1,23 Millionen EUR pro Jahr.
+19 %
Engagement
Steigerung des Engagement Index
+9 %
Produktivität
Verbesserung im Vertrieb
1,23M€
Gewinn
Jährlicher Effizienzgewinn
Learnings
- Die Erkenntnisse aus dem BHI-Einsatz verdeutlichten, dass nicht die Fehlzeiten, sondern die verdeckten Leistungseinbrüche das eigentliche Problem darstellten.
- Durch transparente Kennzahlen und gezielte Führungskräfte-Sensibilisierung konnte effektiv gegengesteuert werden.
- Im Rahmen einer späteren Investorenprüfung wurde der Einsatz des Business Health Index als Best Practice hervorgehoben.
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